Ich bin dabei, weil...
Was ist das Besondere daran, in einem Wohnprojekt zu leben?
Mitglieder des WoPro Layenhof e.V. berichten hier von ihren persönlichen Motivationen, Lebenswegen und Erfahrungen. Auf der Suche nach einer Form von GemeinschaftlichkeitGeschrieben von: Lena Ich bin sehr froh im Wohnprojekt Layenhof gelandet zu sein, denn die Relevanz von generationenübergreifenden Wohnprojekten zeigt sich beim durchaus tristen Anblick, der sich in so manchen Gegenden Deutschlands bietet, in denen große Einfamilienhäuser nur noch von einer Person bewohnt werden und wo ganze Nachbarschaften in dieser Weise strukturiert sind. In diesem altershomogenen Umfeld besteht zwingend ein eingeschränktes Aktivitätsspektrum, eine Altersdurchmischung fehlt oft völlig. Selbst in Fällen, in denen eine altersheterogene Bevölkerungsstruktur vorliegt, kennen sich die Nachbarn oft kaum und die Hemmungen, sich in Bedarfsfällen an die direkte Nachbarschaft zu wenden, sind sehr groß. Neue Formen des MiteinanderseinsGeschrieben von: Angelika Krüger Seit März 2008 lebe ich im Wohnprojekt-Layenhof. Es ist eine Gemeinschaft alleinerziehender Mütter und Väter, Alleinstehender, Familien, Senioren und Wohngruppen mit seelenpflegebedürftigen Menschen. Wir üben uns in einer neuen Form des miteinander Lebens. Regelmäßige Treffen ermöglichen das Ansprechen und Lösen von Konflikten. Für mich ist dieses Projekt sehr interessant, denn das bewusste Aufeinander-Zugehen und Miteinander-Umgehen, den anderen erkennen und annehmen ist eine Aufgabe unserer Zeit geworden. Gerade jetzt, wo alte Familienstrukturen auseinanderbrechen, müssen neue Formen des Miteinanderseins gefunden werden, so dass eine Gemeinschaft entsteht und trotzdem Raum für Individualität bleibt. Durch den Wechsel von Bewohnern ist das Projekt sehr in Bewegung geraten, viele neue Menschen mit vielen neuen Ideen und Vorstellungen sind dazu gekommen. Ich erlebe lebendige Begegnungen, neue Ideen und Initiativen entstehen. Dieses zu beobachten und zu begleiten ist für mich eine spannende Herausforderung. Nachbarn als Helfer und FreundeGeschrieben von: Patrick Skwara Wir haben lange nach einem Wohnprojekt gesucht und im Layenhof endlich eins gefunden! Es gibt ja viel zu wenige gemeinschaftliche Wohnformen in der Umgebung von Mainz. Nun haben wir wieder "echte" Nachbarn, die auch Freunde werden können und mit denen man durch gegenseitige Hilfe auch mal Engpässe und Krisen z .B. mit den Kindern gut überstehen kann. Und der große Garten ist einfach ein Traum für uns und unsere Kinder! Wo findet man so was heute schon noch? Es gibt sogar eine richtige Feuerstelle, wo man auch mal mit netten Leuten draußen sitzen, quatschen, ein Bier trinken und auch trommeln kann. So macht das Leben einfach mehr Spass und unsere Kinder haben hier super Startmöglichkeiten zum Entdecken von Natur und Entwickeln sozialer Kompetenz. Genial! |
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